Nach der Entschlammung, den baulichen Maßnahmen und der Neubefüllung befindet sich der Zapfenteich derzeit in einer natürlichen biologischen Aufbauphase – sichtbares Algenwachstum kann dabei vorübergehend auftreten.
Algenwachstum ist in der Anfangsphase normal
Nach einer vollständigen Schlammräumung, baulichen Ufersanierungsmaßnahmen und einer Neubefüllung befindet sich ein Teich zunächst in einer biologischen Aufbauphase. Das ökologische Gleichgewicht entsteht nicht über Nacht.
Gerade in den ersten warmen Wochen und Monaten kann es daher zu sichtbarem Algenwachstum kommen. Das ist bei einem neu befüllten und nährstoffreichen Naturteich nicht ungewöhnlich. Algen nutzen Licht, Wärme und verfügbare Nährstoffe sehr rasch. Wasserpflanzen brauchen hingegen Zeit, um anzuwachsen, sich zu verwurzeln und ihre volle Wirkung zu entfalten.Ein vorübergehendes Auftreten von Algen bedeutet daher nicht, dass die Maßnahmen nicht wirken. Es bedeutet vor allem: Der Teich befindet sich in einer normalen biologischen Entwicklungsphase.
Warum ein Fischbesatz das Algenproblem nicht löst, sondern sogar verschlimmert
Immer wieder wird behauptet, man müsse Fische einsetzen, um Algen zu bekämpfen. Das klingt auf den ersten Blick einfach, ist fachlich aber der falsche Ansatz. Fische lösen ein Algenproblem in einem Naturteich nicht! Im Gegenteil: Ein zusätzlicher Fischbesatz würde die Wasserqualität voraussichtlich sogar verschlechtern.
Dafür gibt es mehrere Gründe: Fische produzieren Ausscheidungen und bringen dadurch zusätzliche Nährstoffe in den Kreislauf. Viele Fischarten wühlen außerdem im Bodensediment, trüben dadurch das Wasser und setzen gebundene Nährstoffe wieder frei. Genau diese Nährstoffe fördern wiederum das Algenwachstum. Besonders problematisch wären Arten wie Karpfen, Goldfische oder andere stark wühlende bzw. sich rasch vermehrende Fischarten (Weißfische, etc.). Sie können Jungpflanzen schädigen, Sediment aufwirbeln und das ökologische Gleichgewicht zusätzlich belasten.
Kurz gesagt: Fische sind keine „Algenpolizei“. Ein unüberlegter Fischbesatz wäre kein Sanierungsbeitrag, sondern ein Risiko für die Entwicklung des Teiches.
Wichtiger Hinweis: Bitte keinesfalls Fische aussetzen!
Wir ersuchen ausdrücklich darum, keine Fische, Goldfische, Schildkröten oder andere Tiere im Zapfenteich auszusetzen.
Auch wenn dies evt. gut gemeint sein mag, kann ein solches Aussetzen bzw. "Entsorgen" großen Schaden verursachen. Eingesetzte Tiere können Wasserpflanzen schädigen, Krankheiten einschleppen, andere Arten verdrängen und das ökologische Gleichgewicht massiv stören.
Das eigenmächtige Aussetzen von Fischen oder anderen Tieren ist nicht zulässig und kann verwaltungsstrafrechtliche Folgen haben!
Maßnahmen am Zapfenteich erfolgen ausschließlich abgestimmt, fachlich geprüft und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Gewässers.
Wer den Zapfenteich unterstützen möchte, hilft am meisten, indem keine Tiere ausgesetzt, keine Fische gefüttert und keine Gartenabfälle, Speisereste oder sonstigen Stoffe in den Teich eingebracht werden.